Online Dating – moderne Verhaltensweisen und Trends 2019

In Zeiten von Tinder und anderen Dating-Apps wird die klassische Partnersuche immer mehr vom Virtual Dating im Internet oder per App verdrängt – sich für lange Zeit an denselben Partner zu binden, kommt anscheinend immer mehr aus der Mode. Mit dem Wandel vom klassischen Dating ausgewählter Personen zum weiter verbreiteten Casual Date mit verschiedenen Partnern entwickeln sich auch neue Verhaltensweisen, auf die man sich 2019 bei der Partnersuche einstellen muss.

Wir geben hier einen Überblick über die nervigsten und anstrengendsten Online Dating Trends von 2019, damit du dich bestmöglich auf verschiedene Komplikationen im Dating einstellen kannst. Außerdem geben wir dir Tipps dazu an die Hand, wie man einigen Methoden vorbeugen kann.

Ghosting: Wenn der Flirtpartner ganz plötzlich in den Untergrund abtaucht

Ghosting beschreibt eine der wohl nervigsten und unanständigsten Verhaltensweisen, denen man heute bei der Partnersuche ausgesetzt sein kann. Unter dem Begriff versteht man den plötzlichen Kontaktabbruch des Flirtpartners auf allen Kanälen – weder auf Textnachrichten, noch auf Anrufe oder sonstige Kontaktaufnahmeversuche reagiert das Gegenüber noch. Ghosting ist respektlos und zeigt, dass der Flirtpartner unreif ist. Man kann ja zumindest eine SMS mit „Es ist aus“ schreiben, oder?

Orbiting: Genau wie Ghosting, nur noch verwirrender und anstrengender

Beim Orbiting verhält es sich genau wie beim Ghosting – der Flirt- oder Chatpartner lässt nicht mehr von sich hören und reagiert nicht auf Nachrichten, aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass noch immer auf Facebook-Posts oder Instagram-Stories reagiert wird. Das hat den psychologischen Effekt, den wir vielleicht aus „How I Met Your Mother“ kennen – man lässt sich angeln und hängt dann während des Orbiting am metaphorischen Haken, macht sich noch Hoffnungen.

Breadcrumbing: Warmhaltemethode für viele verschiedene Flirtpartner

Das ist die neumodische Methode, sich jemanden via Chat für Flirts oder Techtelmechtel warmzuhalten. Breadcrumbing funktioniert so, dass man sich nur sporadisch beim potentiellen Geschlechtspartner meldet – und zwar genau dann, wenn man den Eindruck hat, dass der- oder diejenige sich emotional von einem selbst distanziert. Breadcrumber sind häufig auf ein ganzes Netz aus Breadcrumbing-Opfern angewiesen, um ihr Selbstwertgefühl aufzubauen und zu verstärken.

Zombieing: Ganz plötzlich taucht der Ex wieder auf der Bildfläche auf

Jeder hat garantiert schonmal jemandem einen Korb gegeben oder Schluss gemacht und es im Anschluss bitter bereut. Wenn man sich dann wieder beim Ex-Partner meldet, bezeichnet man das als Zombieing. Meist hat Zombieing den Hintergrund, dass man eine schwere Krise überwunden hat und sich nun wieder bereit für eine Beziehung fühlt – manchmal kann man auch einfach die starken Gefühle oder den himmlischen Sex nicht vergessen. Oder: Der neue Partner hat Schluss gemacht.

Mosting: Wenn die Liebesbombe nur eine unscheinbare Attrappe ist

Ein besonders ausgeklügelter Dating-Trend ist das Mosting – denn hier wird der neuen Romanze vorgegaukelt, dass die frische Beziehung das Non-Plus-Ultra und der Höhepunkt des eigenen Lebens ist. Auf dieses Liebesgeständnis folgen meist ellenlange Nachrichten, stundenlange Telefonate und geschmiedete Zukunftspläne – doch dann hört man eine ganze Weile nichts von seinem Flirt und die starken Gefühle sind auf einmal wie weggeblasen. Eine der fiesesten Dating-Maschen überhaupt.

Wie kann ich mich beim Virtual Dating vor solchen Verhaltensweisen schützen?

Auf Online-Plattformen wie ElitePartner und Parship kommt es leider auch immer wieder zu Ghosting, Breadcrumbing und anderen unangebrachten Verhaltensweisen, die dich schnell mit deinen Gefühlen allein lassen und dafür sorgen können, dass du die Hoffnung in modernes Online-Dating verlierst. Wenn du trotz diesen Umständen Dating-Plattformen nutzen möchtest, solltest du natürlich auf mögliche Antäuschversuche vorbereitet sein – so schützt du dich ja nur vor „Gefühlsabfällen“.

Deshalb musst du kein schlechtes Gewissen haben oder gar ganz das Vertrauen ins Online-Dating verlieren: Auch, wenn du als einer der wenigsten Nutzer von Dating-Apps oder -Plattformen auf eine langanhaltende Beziehung aus bist. Damit du emotionalen Verletzungen bestmöglich vorbeugen kannst, haben wir hier noch einige wertvolle Tipps für diverse Datingportale zusammengestellt:

  • Zeige vor jedem Flirt oder Chat eine gesunde Bandbreite an berechtigtem Misstrauen. So kommunizierst du möglichst deutlich, dass dein Gegenüber nicht einfach nach Belieben mit dir spielen kann, ohne dabei direkte misstrauische Fragen stellen zu müssen. Du bist dir schließlich dessen bewusst, welche möglichen Gefahren und Risiken das Online-Dating eben so mit sich bringt.
  • Bleibe trotz aller emotionalen Vorsichtsmethoden immer optimistisch. So merkt dein Gegenüber schnell, dass du trotz deines grundsätzlichen Misstrauens einer neuen Beziehung gegenüber offen bist. Wenn dein Flirt- oder Chatpartner eine gewisse emotionale Grundintelligenz vorweisen kann, wird er vorsichtiges und zurückhaltendes Vorgehen bei deiner erneuten Partnersuche sicher verstehen.
  • Lass es lieber etwas langsamer als deutlich zu schnell angehen. Wenn dein Chatpartner versucht, schnell eine tiefgehende Bindung zu dir aufzubauen, steckt meistens eine versteckte Absicht dahinter – meist sogar, ohne dass dein Flirtpartner sich dessen im Vorfeld bewusst ist. Wenn dein Gegenüber es aber wirklich ernst meint, wird er sich mit Sicherheit zumindest alle paar Tage bei dir melden.
  • Schütze dich bestmöglich vor emotionalen Verletzungen durch Ghosting und andere nervige Verhaltensweisen. Wenn du der Meinung bist, dass dein Flirtpartner eine der beschriebenen Methoden bei dir anwenden möchte, dann mache ihm auf eine freundliche Art und Weise, aber doch unmissverständlich deutlich, dass du nicht mit sich spielen lässt und stelle den Kontakt dann ein.
  • Lass dein Gegenüber den richtigen Zeitpunkt für ein persönliches Treffen ausmachen. Natürlich solltest du einem Rendezvous nicht nach den paar ersten Nachrichten zustimmen, aber wenn du dich zu lange rarmachst und deinem Flirtpartner den Eindruck vermittelst, dass du nicht ernsthaft interessiert bist, wird der Mensch am anderen Ende möglicherweise bald das Interesse verlieren.

Mithilfe dieser gutgemeinten Ratschläge kannst du dich nun etwas besser gegen unverschämte Methoden wie Ghosting oder Breadcrumbing schützen und so dafür sorgen, dass du erst gar keine romantischen Hoffnungen entwickelst, die zu emotionalen Verletzungen führen könnten. Wenn du dir aber dessen sicher bist, dass es jemand ernst mit dir meint und du schon länger mit der- oder demjenigen in Kontakt stehst, kannst du bei der Online-Partnersuche ruhig etwas lockerer sein.

Foto CC0 via Unsplash

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