Mondkolonie: Gibt es ab 2028 Menschen und Internet auf dem Mond?

Die Besiedlung des Mondes: Das ist nicht nur ein lange gehegter Traum aller Online-Nerds und Fans von Science-Fiction, sondern könnte schon bald Realität werden. Bereist 1968 haben Menschen das erste Mal einen Fuss auf den Mond gesetzt. Der Erdtrabant wurde für die NASA jedoch danach relativ schnell wieder uninteressant. US-Präsident Donald Trump hat allerdings inzwischen angekündigt, dass erneut Astronauten auf dem Mond landen sollen: 2024 soll es so weit sein und auch eine permanente Mondbasis soll bereits 2028 errichtet werden. Wie sähe das aus? Und gäbe es dann auch Internet auf dem Mond?

LTE auf dem Mond

Die Schweiz war bereits bei der ersten Mondlandung indirekt beteiligt, wie NZZ recherchiert hat und auch heute ist das Thema im deutschsprachigen Raum aktuell. Schon die Mondmission des privaten deutschen Forscherteams Part Time Scientists hat gezeigt, dass superschnelles Internet auf dem Mond durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Dank LTE und Satelliten könnte die Mondkolonie problemlos mit der Erde verbunden bleiben – auch wenn das Anbringen von Erd-Servern natürlich einige Latenzzeit beanspruchen würde. Vorteil: Die Einstiegspunkte für Cyberattacken wären auf dem Mond für Hacker ebenfalls weniger simpel zu knacken.

Tägliches Training, Milliarden-Kosten

Mit einem FRITZ! Repeater kommt man auf dem Mond also nicht weit. Allerdings gibt es auch einige andere Herausforderungen zu meistern: Astronauten müssen täglich ein 2,5-stündiges Trainingsprogramm absolvieren, um den Effekten der fehlenden Gravitation auf die Gesundheit entgegenzuwirken. Da man pro Person ausserdem zwei Mond-Gewächshäuser bräuchte, um den jährlichen Kalorienbedarf eines Menschen zu decken, wird auch die Nahrungsbeschaffung aufwendig werden. Und alleine eine Mondbasis für vier Personen würde jährlich rund 7,36 Milliarden Dollar kosten, wie Betway ermittelt hat.

Die US-Raummission ist selbstverständlich staatlich geleitet, weswegen zunächst nur ausgebildete Astronauten zum Mond fliegen werden. Doch in Zukunft könnte auch die Raumfahrt mithilfe von privaten Partnern stattfinden. Das Big Business ruft. Unter Umständen könnte es daher tatsächlich bald sogar bloggende Nerds auf dem Mond geben, die über ihren Alltag in der Kolonie berichten.

Private Mondmission

Auch interessant: Aktuell liefern sich Elon Musk, Jeff Bezos und Richard Branson einen Wettlauf ins All. Während Musk schon bald zum Mars will, möchte Bezos lieber zum Mond. Branson plant sogar, Touristen ins All zu schicken – die Erforschung des Weltalls läuft also aktuell von allen Seiten an. An dieser Stelle sei die Lektüre von Florian Nebels Buch „Die Besiedlung des Mondes“ empfohlen, das über Weltbild bestellt werden kann.

Fazit

Eine Mondbesiedlung mit all ihren Vor- und Nachteilen steht womöglich tatsächlich kurz bevor. Spannend wäre das Leben auf dem Mond sicher, aber auch anstrengend. Das Internet würde funktionieren, aber für Netflix Serien wie Dogs of Berlin, Dark oder Stranger Things würde die Bandbreite wohl nicht ausreichen. Dennoch wird die Zukunft der Raumfahrt aufregend.

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