George Clooneys Tender Bar: Als es den amerikanischen Traum noch gab

The „Tender Bar“ ist der achte Film von George Clooney als Regisseur. Erzählt wird die Geschichte von der Kindheit und den Jugendjahren des späteren Pulitzer-Preis-Gewinners J.R. Moehringer. Das verspricht eine spannende Geschichte zu sein. Denn wenn wohl jemand ein Leben spannend darstellen kann, dann sicher er. Clooney erzählt in seinem Film „The Tender Bar“ eine Geschichte vom Erwachsenwerden und zeigt dem Zuschauer eine Welt, die es so nicht mehr gibt.

Der Filmtitel ist ein Wortspiel

Anders als der Titel vermuten lässt, dreht es sich in dem Film nicht um eine liebevolle Bar. Der Besitzer der Bar auf Long Island ist Charlie. Dieser wird von Ben Affleck gespielt. In der Bar fühlen sich einfach alle wohl. Aber um Charlie oder die Bar geht es nur am Rande. Diese Geschichte handelt vielmehr von J.R. Daniel Ranieri. Die Bar ist darum wichtig, weil der künftige Autor als Kind viel Zeit darin verbringt, denn der Bar-Tender Charlie ist der Onkel von J.R. Neben all dem Geschehen in der Bar steht sein Onkel und Barkeeper dem jungen stehts mit seinen Männlichkeits-Analysen hilfreich zur Seite. Doch eine Bar ist kein Ort für immer: Die Mutter von J.R. ist der Meinung, dass dieser unbedingt an der Universität von Yale studieren soll. Ganz im Gegensatz zu ihrem eigenen verpfuschten Leben.

Einfach hatte es J.R. Moehringer im Leben nie. Der Vater ist kurz nach der Geburt abgehauen. Das prägt ihn. Seine Familie, Mutter Dorothy und seine Großeltern, sind für ihn da – mehr oder weniger. Doch vor allem sein Onkel Charlie agiert als Vaterersatz. Nach dem J.R. die Schulzeit hinter sich hat, steht er vor der schwierigen Frage, wie es nun weitergehen soll.

Das ist die wahre Geschichte zum Clooney-Film:
George Clooney hat sich für sein neuestes Regie-Projekt „Tender Bar“ eine wahre Coming-of-Age-Geschichte ausgesucht.

So Franco Schedl drüben bei Film.at

J.R. sucht noch nach dem Sinn des Lebens

J.R. möchte schreiben – das ist sein Lebenstraum. Idealerweise für eine der grossen Zeischriften. Doch der Weg dorthin ist schwierig und erfordert die Hilfe der ganzen Familie. Der Film spielt in den Achtzigern, einer Zeit, in der sich auch Menschen eine Ausbildung an einer guten Universität leisten konnten, deren Eltern nicht reich waren. Das ging damals noch, ohne sich dabei verschulden zu müssen. Sein Opa, gespielt von Christopher Lloyd, ist daher uch der Meinung, dass J.R. es als Erster aus dem Familienkreis schaffen kann. Die amerikanische Gesellschaft war zu dieser Zeit noch anders. Da konnte auch ein Junge wie J.R., Spross aus der Familie gescheiterter Existenzen, es noch zu was bringen.

Man kann mit „The Tender Bar“ ein schönes Filmerlebnis geniessen. Doch ist der Film auch nicht frei von Kritik. So bewegt sich dieser oftmals zwischen dem Banalen und dem Besonderen. So richtig Tief dringt die Geschichte nicht in die Charakteren ein. Warum und vor allem wie genau der Protagonist und Author seinen Durchbrucht schafft, bleibt im Dunkeln. Unterhaltsam ist diese Memoiren-Verfilmung allemal. Denn man lernt, wer nicht schreiben kann und frei von Talent aber dennoch fleissig ist, kann ja immer noch Journalist werden. Jedenfalls annodazumal.

Dieser Film wurde auf Amazon Prime Video publiziert und ist u.a. auch in Deutsch abrufbar.

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