Musikhinweise 6

Befelino hat sich wiedermal durch einige aktuelle (indie) Pop-Platten durchgehört. Es gibt nichts wirklich Neues zu vermelden. Praktisch alle erinnern mich an irgendwas schon Dagewesenes. Zu meiner Assoziation gibts jeweils einen Link. Trotzdem finden sich in der Flut der Veröffentlichungen ab und zu mal recht ansprechende Alben. Die folgenden Bands wurden glaubs auf Bonz noch nie vorgestellt und es lohnt sich da mal reinzuhören.

Anfangen will ich mit der Band Dick Diver aus Melbourne. Ihr neuestes Album heisst Melbourne, Florida. Die A-Seite ist gefüllt mit australisch-warmen Softienummern (oft mit Damengesang), die B-Seite hat dann leicht mehr Punk n Noise drin. Alles in allem wunderschöner Pop, erinnert mich leicht an The Field Mice. Und ausserdem sind sie auf meinem aktuellen Lieblingslabel Trouble in Mind.

Nun hüpfen wir über den Pazifik in die USofA, in eine Wüste in Texas zu The Bright Light Social Hour und dem Album Space Is Still The Place. Eine schöne Wüsten-Space-Psycedelic-Platte. Name und Attitüde errinnerten mich an Brightblack Morning Light. –> Bandcamp

Ganz in der Nähe treiben ja Galexico ihr Unwesen. Aber anstatt auf deren neue Platte einzugehen will ich lieber auf das Album Shaken der Dänin Maggie Björklund hinweisen. Dieses kam zwar schon 2014 aber es ist besser als Edge of the Sun. Produziert von John Parish und mit John Convertino an den Drums ist es ja schon fast eins. Und dann kommt da auch noch Kurt Wagner von Lambchop dazu. Würd ich gern mal live hören.

Nun machen wir einen Gump weiter in den Süden nach Santiago de Chile. Von dort kommen ja die Föllkazoid und neuerdings The Holydrug Couple (die sich glaubs teilweise überschneiden). Von beiden ist eine tolle LP erschienen: III und Moonlust. Psycedelic-Rocker, denen es gelingt zu reduzieren. Hierzu Vergleiche zu bemühen wäre Makulatur.


und so tönt ne session mal gemütlich bei kaminfeuer:

Zurück in den Staaten hat Matthew E. White sein zweites Solo-Album Fresh Blood auf Domino herausgegeben. Es ist ein aufwändig produziertes, soulmössiges Pop-Album geworden, das bei wiederholtem Hören besser wird. Because everyvody knows, rock & roll is cold…

2014 kam das Album Skull Worship von The Warlocks aus Kalifornien. Diese Psycedelic/Stoner-Lo-Fi-Rock-Platte wurde sicher von The Greatful Death beeinflusst.

Nun gumpen wir weiter über den grossen Teich und landen in London bei der Band Happyness mit ihrem neuen Album Weird Little Birthday. Es ist schon fast frech wie sehr das Album an die Musik von Sparklehorse erinnert. Aber was in den 90ern gut war muss ja 2015 nicht schlecht sein, oder?

Ausserdem habe ich mir das neue Blur-Album The Macig Whip angehört und finde es nicht schlecht. Sind sich ziemlich treu geblieben.

Im letzten Musikhinweis hatte ich auf Ariel Pinks neue Platte Pom Pom hingewiesen. Die hat mich so überzeugt, dass ich mir nun auch Haunted Graffiti und Mature Themes reingezogen habe. Für mich ein Ausnahmekünstler, schon fast Zappa. Also bring ich den nochmals.

So, das wärs. Zum Rausschmeissen gibts noch Happy Talk von Captain Sensible von 1982:

Befelino

Schreibt über Kultur, Musik und Filme.

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